Henrik Gross Mecklenburger Str. 5  
65824 Schwalbach am Taunus
Tel.: (06196) 888 470

Start

Sanitär

Heizung

Regenerative Energien

Fliesen

Elektro

Holz

Sonstiges

Fernheizung

Fernheizung


Fernheizung in den Einfamilienhäusern der Limesstadt

1) Beschreibung

Das in Ihrem Haus installierte Heizungssystem ist unter den gegebenen Bedingungen einer zentralen Wärmeversorgungsanlage gebaut worden. Durch den Fortfall der sonst üblichen hausinternen Heizungskessel besteht über die Fernleitung eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Gebäude und dem Heizwerk.

Als Wärmeträger dient warmes Wasser (Heizwasser), das bis zu 110 °C erwärmt werden kann. Die im Fernheizungsnetz herrschenden Drücke wirken daher auf Ihr Rohrleitungssystem im Haus einschließlich der Heizkörper.

Da auch das warme Gebrauchswasser mit Fernheizwärme erzeugt wird, ist das Heizungssystem ganzjährig in Betrieb. Es besteht daher die Möglichkeit, an kühlen Sommertagen durch Betätigung der themostatischen Ventile (teilweise auch noch alte Rücklauftemperaturbegrenzer) an den Heizkörpern Wärme für Heizzwecke zu beziehen.

Das warme Gebrauchswasser (Speicherwasser) wird über eine Heizschlange innerhalb des Speichers aufgeheizt. Ab einer Speichertemperatur von max. 60° C schließt das in der Heizleitung eingebaute thermostatische Regelventil. Und zwar solange, bis infolge einer Entnahme von warmen Gebrauchswasser oder wegen der Verluste des Stillstands bzw. Abstrahlung wieder Wärme angefordert wird. Die Funktionsweise ist daher automatisch. Die Speichertemperatur soll 60° C nicht überschreiten, wegen der sonst vermehrt ausfallenden Verkalkung (siehe auch unter Button Verkalkung etc.).

2) Bedienung der Heizungsanlage

Die Gebäudeheizung befindet sich ab Bezug des Hauses in einem funktionstüchtigen Zustand. Zur Regelung der Raumtemperatur dienen die ursprünglich im unten liegenden Rücklauf eines jeden Heizkörpers eingebauten älteren thermostatischen Feinregulierventile. Dies sind Ventile, die sich NICHT an der Temperatur der Raumluft orientieren, sondern die Rücklauftemperatur des Heizwassers messen und dementsprechend das Ventil selbständig öffnen oder verschließen. Deshalb nennt man diese Ventile auch Rücklauftemperaturbegrenzer.

Die Fa.Henrik Gross baut allerdings grundsätzlich moderne Thermostatventile in den oben liegenden Vorlauf ein.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Das von uns verwendete thermostatische Ventil mißt, regelt und hält präzise die Raumtemperatur, ferner bietet es eine gute Orientierung bei der Einstellung durch klare Ziffernskala mit feststehenden Dreieck in der Mitte und schließlich bietet es Komfort denn man muss sich nicht mehr so weit nach unten bücken, um das Ventil zu betätigen.

Die Handhabung funktioniert genauso wie bei einem Wasserhahn: Rechts drehen = zu (kälter). Links drehen = auf (wärmer).

Nachts erfolgt außerdem eine automatische Absenkung der Vorlauftemperatur auf ca. 20° C. Diese vorgegebene Fahrweise erleichtert Ihnen die Bedienung Ihrer Heizungsanlage.

Im Sommer und auch während der Übergangszeit wird die Fernheizung konstant mit ca. 70°C betrieben, damit das Gebrauchswasser genügend erwärmt wird.

Außer der gewünschten Einstellung an den Heizkörpern brauchen Sie keine Armaturen zu betätigen.

3) Störungen und Lösungen für deren Behebung

Falls Sie in der Heizungsanlage nicht normale Geräusche hören sollten, rufen Sie bitte eine Fachfirma wie uns herbei.
Sollte trotz geöffneter Regulierventile ein Heizkörper kalt bleiben, liegt es meist an einer Luftansammlung im Heizkörper. Durch vorsichtiges Öffnen der Luftschraube (meist oben rechts oder links am Heizkörper) mit einem Spezialschlüssel kann der Heizkörper entlüftet werden. Ein Gefäß und ein Putzlappen zum Auffangen des nach dem Ablassen der Luft ausströmenden Wassers sind bereit zu halten. Sobald Wasser austritt, ist die Luftschraube zu schließen. (Vorsicht: Verbrühungsgefahr !)

Eine weitere Ursache kann das Festsitzen des Regulierstiftes innerhalb des Ventils sein. Durch vorsichtiges Klopfen mit einem kleinen Hammer oder dem Griff eines Schraubenziehers auf das Metallgehäuse des Ventils kann sich evtl. der Regulierstift wieder lösen und somit das Heizwasser wieder in den Heizkörper strömen lassen.
Vorsicht: Bitte nur an das Metallgehäuse des jeweiligen Ventils klopfen - nicht an den drehbaren Einstellkopf, der auf dem Ventil befestigt ist, da dieser aus Kunststoff gefertigt ist und deshalb defekt werden kann.

Bei plötzlichem Ausströmen von Heizwasser (Rohrbruch, Speicher oder Heizkörperschaden) sind die Hauptventile zu schließen und sofort ein Fachmann Ihres Vertrauens zu informieren, selbstverständlich auch uns.

4) Messung

Früher wurde der Durchsatz oder Verbrauch an Heizwasser mit Messeeinrichtungen gemessen, die direkt an Heizkörpern angebracht waren. Sie haben eine geeichte Skala besessen und als Heizkostenverteiler funktioniert. Die gesamte im Haus verbrauchte Wärmemenge konnte nicht unmittelbar abgelesen werden.

Heute werden genauere, gut ablesbare und auch für den Kunden oder Abnehmer unmittelbar überprüfbare Messgeräte zentral in den Rücklauf in der Übergabestation eingesetzt und so der tatsächliche gesamte Umlauf an Heizwasser ermittelt. Anhand dieser Messgeräte haben Sie nun die Möglichkeit, den realen tatsächlichen Verbrauch z.B. von Monat zu Monat über das gesamte Jahr hinweg zu kontrollieren und bei Bedarf beispielsweise mit der Nachbarschaft zu vergleichen.

5) Wirtschaftliches Heizen

Um wirtschaftlich zu heizen, empfehlen wir Ihnen, eine möglichst gleichmäßige Erwärmung der Räume anzustreben. Es ist daher nicht vorteilhaft, Heizkörper lange Zeit abzuschalten und dann die Räume mit Übertemperatur in den Heizkörpern wieder hochzuheizen.

Falls bei ihnen keine kontrollierte Wohnraumlüftung eingebaut ist, sollte die manuelle über die Außenfenster der Räume sollte voll und kurzzeitig erfolgen. Also nicht durch geringes Öffnen der Fenster über längere Zeit (siehe hierzu auch unter dem Button kontrollierte Wohnraumlüftung).

Tipp: Ein bis zweimal im Jahr sollten Sie alle Heizkörper-Ventile Ihres Hauses für ca. 10 Minuten voll öffnen, damit sich Ansammlungen von Versottungen an den Innenwänden der Heizkörper oder eingespülte Schwebeteile lösen und per Rücklauf abtransportiert werden können. Mit dieser Maßnahme erhöhen Sie die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit Ihrer Heizkörper und des dazugehörenden Rohrleitungssystems.

6) Frostgefahr

Sollte Ihr Haus in den Wintermonaten zeitweise unbewohnt bleiben, so ist unbedingt darauf zu achten, dass eine Temperierung der Räume gewährleistet bleibt. Sie vermeiden damit das Einfrieren der Heizungsanlage und die damit naturgemäß einhergehenden Folgeschäden.

Bei den ursprünglich eingebauten, älteren Rücklauftemperaturbegrenzern sollten Sie die Skala ungefähr auf knapp vor "1" stellen und dann nach einiger Zeit die Wärmezufuhr kontrollieren.

Falls in Ihrem Haus bereits moderne Thermostatventile oben eingebaut worden sind, dann stellen Sie diese bitte auf die Frostsicherung. Ich gehe dabei davon aus, dass der Fachmann, der diese Ventile eingesetzt hat, Ihnen eine Bedienungsanleitung an die Hand gegeben hat.

Wir hoffen, Ihnen hiermit einige interessante Informationen mitgeteilt zu haben und würden uns freuen, Ihnen bei dem einen oder anderen Problem geholfen zu haben.

Falls Sie weitergehende Informationen wünschen oder Fragen rund um dieses Thema haben, sprechen sie uns bitte jederzeit an.


Ihr Henrik Gross